Wenn man mit anderen Menschen in Deutschland über die Vorgänge und die Beschneidung der Rechte redet, kommt oft der Satz “Ich hab doch nichts zu verbergen”. Leider trifft das nicht den Kern (und ich werde das jetzt nicht weiter ausführen). Interessanterweise hat sich Andreas Pfitzmann genau das selbe gedacht und ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht angestrengt. (Siehe auch hier)
Seine Ausführungen verband der Dresdener Informatiker mit einer Bemerkung zur Wahrnehmung der heutigen Lebensrealitität durch unterschiedliche Segmente der Bevölkerung. Für diejenigen, die sich nicht für die Digitalisierung interessieren oder über sie reden, ohne auch nur ansatzweise zu verstehen, was sich verändert, sei die Online-Durchsuchung eine einfache Technik. Für die anderen sei sie hingegen der direkte, einschneidende Eingriff in das eigene Leben.
Das kann ich nur unterstreichen!










October 10th, 2007 at 2:15
“Mit der computerunterstützten Persönlichkeitserweiterung gehe es bei der Entscheidung zur Online-Durchsuchung künftig zentral um den “Schutz des autonomen und unbeobachteten Denkens”, so Pfitzmann in seinem Plädoyer.”
Das ist eine Erkenntnis, bei der ich ein ganz warmes Gefühl im vorderen Schläfenlappen kriege: entweder kriegt da gerade einer der dort implantierten Chips einen Kurzschluss - oder es ist einfach die Freude über ein in präzise Worte gefasstes, bislang eher nicht greifbares Gefühl.